Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Antibiotika & Antibiotika-Folgebehandlung 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Antibiotika sind Wirkstoffe, welche bakterielle Erreger schwächen (bakteriostatisch), oder abtöten sollen (bakterizid). Die Betonung liegt hierbei auf den bakteriellen Erregern, da keine Wirkung bei durch Viren verursachten Erkrankungen besteht. Trotz dieser Tatsache werden dennoch ca. 95% der Antibiotika bei banalen grippalen Virusinfekten und somit unnötig verabreicht.

Bei der Therapie mit Antibiotika muss die Dosierung ausreichend hoch sein und die Einnahme darf nicht vorzeitig abgebrochen werden, da ansonsten resistente Erreger zurückbleiben. Dies käme einer Selektion gleich, da sich gerade die verbliebenen Erreger weiter vermehren, die besonders widerstandsfähig sind und dadurch auch eine besondere Belastung für das Immunsystem darstellen. Die Problematik mit multiresistenten Keimen in Krankenhäusern ist weitgehend bekannt, es wird aber auch ein immer größeres Thema in der Bevölkerung werden, da sich mehr und mehr Antibiotika bereits als wirkungslos erweisen und gleichzeitig die Entwicklung neuer Wirkstoffe zeitlich nicht Schritt halten kann.

Vor Verabreichung eines Antibiotikums sollte daher immer ein Antibiogramm in einem Fachlabor in Auftrag gegeben werden, durch das festgestellt wird ob bzw. welches Antibiotikum den Erreger erfolgreich bekämpfen kann und für welche Wirkstoffe eventuelle Resistenzen bestehen. 


Oftmals treten nach einer Antibiotikatherapie diverse Beschwerden auf, welche besonders im Magen-Darmtrakt lokalisiert sind. Diese reichen von Blähungen, Durchfällen, Verstopfungen, diffusen Schmerzen bis hin zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen und Migräne. Verantwortlich für eine Vielzahl der Beschwerden ist eine Störung der Darmflora bzw. des intestinalen Mikrobioms, da durch die antibiotischen Substanzen auch für den Menschen sehr wichtige und gesundheitsfördernde Bakterien des Darms zerstört werden. In Folge dieses "Mikrobiomschocks" kann es zur Besiedelung und Aufwucherung von Fäulniskeimen kommen, welche giftige Substanzen produzieren und somit den ganzen Körper belasten, oder aber auch zur Vermehrung von obligat pathogenen Erregern, wie z.B. Pilzen.

Bei Beschwerden nach einer Antibiotikatherapie empfehle ich meinen Patienten einen Darmcheck mit der Bestimmung der Darmflora um so wichtige Hinweise über eine eventuelle Schädigung in diesem Bereich zu erhalten. Ein auf das Ergebnis der Untersuchung abgestimmtes Probiotikum kann in Folge dessen zum Einsatz kommen. Auch die für das Immunsystem relevanten Mikronährstoffe, sowie das Vitamin D sollten kontrolliert und bei Bedarf substituiert werden.  


Besonders interessant beim Thema der Antibiotikeresistenzen ist die Möglichkeit der Anfertigung eines Aromatogramms durch das Labor. Hierbei wird untersucht, welche Aromaöle/ätherischen Öle in der Lage sind den Erreger (Bakterien und Pilze) zurückzudrängen. Auf der Basis dieser Untersuchung kann dann von einer darauf spezialisierten Apotheke eine für den Patienten individuelle Rezeptur gemischt werden. Resistenzen können sich hierbei nicht entwickeln. 

Besonders beim Thema der chronisch rezidivierenden Blasenentzündung, Mandelentzündung, Pilzerkrankungen, Akne bzw. Entzündungen von Schleimhäuten im allgemeinen (Nebenhöhlen) ist die Anfertigung eines Aromatogramms angezeigt und wird somit in meiner Praxis auch häufig in Auftrag gegeben. 


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