Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Vitamin B12 / Vitamin B12 Mangel 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Vitamin B12, auch als Cobalamin bezeichnet, ist ein äußerst wichtiges Vitamin für unzählige Körperfunktionen. Es wird gebraucht bei allen Zellteilungen, besonders die der roten Blutkörperchen, aber auch um die Isolationsschicht unserer Nervenzellen zu bilden (Myelinscheiden) und somit eine reibungslose Weiterleitung von Nervenimpulsen zu gewährleisten. Im Energiestoffwechsel (Mitochondrien) und zur Reduktion von oxidativem Stress durch freie Radikale spielt Vitamin B12 ebenfalls eine herausragende Rolle.

Die ausgeprägte Form des B12-Mangels zeigt sich im Symptombild der sogenannten "megaloblastären Anämie" mit Müdigkeit/Abgeschlagenheit, Schwindel, Konzentrationsstörungen, schnellem Herzschlag sowie Entzündungen der Zunge, Taubheitsgefühle/Missempfindungen (sogenanntes Ameisenlaufen) und eine mögliche leichte Gelbsucht (Café au Lait-Farbe).


Häufige Ursachen eines Mangels an B12 finden sich bei vegetarischer/veganer Ernährung, da Fisch und Fleisch wichtige Quellen des Vitamins darstellen. Aber auch die mangelnde Produktion eines Transportstoffes für B12 durch die Belegzellen des Magens (Intrinsic Factor) z.B. als Folge einer chronischer Gastritis oder durch Gewebeabbau im Alter, als auch Aufnahmestörungen durch entzündliche Geschehen im Darm (besonders im Bereich des terminalen Ileums bei Morbus Crohn) können einen B12 Mangel nach sich ziehen. 

Aktuelle Studien zeigen, dass 40% der über 60 jährigen Bevölkerung einen Cobalaminmangel aufweist! Regelmäßiger Alkoholkonsum wirkt sich ebenfalls negativ auf den B12-Spiegel aus! 

Besonders hinweisen möchte ich noch auf die Vitamin B12-Mangelzustände, welche häufig als Folge von Medikamenteneinnahmen auftreten, wie z.B. bei der regelmäßigen Einnahme von Magensäureblockern (sog. Protonenpumpenhemmer wie z.B. Pantoprazol), oder auch Kontrazeptiva (die "Pille"), Antidiabetika usw.

Leider wird B12 oftmals falsch gemessen (gesamt/im Serum) und das Ergebnis hat somit kaum Aussagekraft. Einen eventuellen Mangel an Vitamin B12 kann ich für Sie durch eine Blut-, oder auch Urinprobe des biologisch aktiven Cobalamins im Labor feststellen lassen! 

 

Fachinfo: Cobalamine enthalten ein positiv geladenes Cobald-Ion und sind therapeutisch in verschiedenen Verbindungen/Formen einsetzbar. Das häufig verwendete Cyanocobalamin ist selbst biologisch inaktiv und muss erst in die aktive Form namens Methylcobalamin umgewandelt werden. Hierbei fallen geringe Mengen Cyanid an, welche bei längerfristiger Substitution durchaus eine Belastung der Entgiftungssysteme darstellen. Es empfiehlt sich also eine direkte Gabe in Form von Methylcobalamin bei entsprechender Mangelsituation.

Die Messung von B12 im Serum hat kaum eine Aussagekraft, wird so doch auch sämtliches gebundene, nicht bioverfügbare Cobalamin erfasst, sowie auch B12 strukturähnliche Substanzen. Parameter der Wahl sind das Holo-Transcobalamin im Blut oder die Bestimmung der Methylmalonsäure im Urin.

Vitamin B12 dient ebenfalls dem Abbau des Gefäß- und nervengewebeschädigenden Homocysteins in die Aminosäure Methionin. Somit sollte bei erhöhter Homocysteinämie immer auch der B12-Spiegel kontrolliert werden! Homocystein stellt u.a. die Ursache einer Reihe pathobiochemischer Effekte auf das Zentralnervensystem dar, insbesondere der neurodegenerativen Erkrankungen wie z.B. der Alzheimer Demenz.

Durch eine reduzierte gastrale Säureproduktion als Folge der oralen Einnahme von Protonenpumpenhemmern wird die Proteolyse des an Protein gebundenen B12 und damit auch dessen Bioverfügbarkeit gemindert. Es empfiehlt sich eine begleitende, parenterale Gabe von B12 und eine regelmäßige Kontrolle durch die Laboruntersuchung. 


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