Naturheilpraxis

Eric Schnecko

 

Cholesterin/erhöhte Cholesterinwerte 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Mit wohl kaum einem Thema wurde so viel Angst in der Bevölkerung geschürt wie mit dem des erhöhten Cholesterins, welches eine der Hauptursachen für Herzinfarkt und Schlaganfall sein soll. 

Ab wann aber der Cholesterinwert als erhöht anzusehen ist, ist keineswegs klar und entsprechende Grenzwerte werden immer wieder neu angepasst. Der Normwert lag in den 1950er Jahren bei etwa 260 mg/dl und wurde seitdem stetig gesenkt bis auf unter 200 mg/dl. Durch diese Senkung der Grenzwerte, ab dessen die im Blut gemessene Cholesterinmenge offiziell als schädlich gilt, wurde die massenhafte Verordnung von Cholesterinsenkern (Statine) legitimiert. 

Statine sind heutzutage eine der meistverordneten Medikamente überhaupt. Die häufig auftretenden Nebenwirkungen sind aber erheblich und reichen von Müdigkeit, Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit bis zu Übelkeit und darüber hinaus führt die Einnahme zu einem Mangel an Coenzym Q10. Dieses Coenzym ist aber essentiell wichtig für die Funktion und Leistung des Herzmuskels und des gesamten Energiestoffwechsels. Es können Herzrhythmusstörungen auftreten, welche in Folge wieder zu einem erhöhten Sterblichkeitsrisiko durch Infarkt führen können. Statistiken zeigen eindeutig, dass sich mit der Einnahme von Statinen keine Verringerung der Sterblichkeit durch Herz-Kreislauferkrankungen eingestellt hat.

 

Cholesterin ist ein essentiell lebenswichtiger Baustoff aller Zellen und der Galle. Es besitzt antioxidative Eigenschaften und ist sehr wichtig für ein gesundes Nervensystem.

Von diesem wichtigen Stoff darf daher niemals zu wenig im Körper vorhanden sein. Sinkt der Spiegel ab, mobilisiert und synthetisiert die Leber Cholesterin, so das ein individueller „normaler“ Spiegel aufrechterhalten wird. Durch die Nahrung lässt sich das Gesamtcholesterin kaum beeinflussen, da es im Darm einen generellen Aufnahmestop gibt, falls zu viel Cholesterin über die Nahrung angeflutet zu werden droht. 


Wird Cholesterin im Blut gemessen, ist dies normalerweise das gesamte Cholesterin und bei einem Wert oberhalb der Referenz wird dann auch meist zur medikamentösen Therapie geraten. Cholesterin besteht aber aus den zwei Hauptfraktionen HDL (high density lipoprotein, das sog. "gute Cholesterin" ) und LDL (low density lipoprotein, das sog. "schlechte Cholesterin").

HDL ist für uns unschädlich und daher wird für die Normalwerte im Labor nur eine Untergrenze angegeben. Allein diese Tatsache lässt an der Sinnhaftigkeit einer Obergrenze für das gesamte Cholesterin zweifeln. Das LDL besteht aus sieben Subklassen, wovon wiederum nur die Klassen 6 & 7 pathologisch relevant, also schädlich sind. Nur diese LDL Cholesterine haben überhaupt das Potential den Organismus zu schädigen.

Ebenfalls schädigendes Potential hat das LDL, wenn es in Folge eines erhöhten Blutzuckerspiegels bzw. kohlenhydratreicher Ernährung durch die Zuckermoleküle umgebaut, "oxidiert" wird. Dieses "verzuckerte" LDL kann dann die Blutgefäße schädigen und stellt ein erhöhtes Risiko für die koronare Herzkrankheit dar. Außerdem kann oxidiertes LDL nicht mehr in spezielle Zellen eindringen (Astrozyten), welche für die Ernährung der Nervenzellen im Gehirn sorgen. Dies erhöht das Risiko für neuro-psychiatrische Erkrankungen.  


Ich rate daher meinen Patienten dazu bei erhöhten Cholesterinwerten ein Fettsäureprofil, sowie die LDL-Subklassen im Labor bestimmen zu lassen, um so sicher zu erfahren, ob ein schädigendes Potential durch das Cholesterin überhaupt vorliegt. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit das "oxidierte LDL" bei entsprechender Indikation zu messen. In den seltensten Fällen bestätigt sich ein schädigendes Potential und dadurch kann sich auch wieder eine Beruhigung des Patienten bei diesem angstbesetzten Thema einstellen.


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