Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Haarausfall

                                 © by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Haarausfall (Effluvium Capillorum) bezeichnet ein gesteigertes, krankhaftes Ausfallen von Haaren, deren Endzustand eine verminderte Haardichte ist (Allopezie). Hierbei spielt das Verhältnis von Nachwachsen und Ausfallen der Haare eine zentrale Rolle. Der Verlust von ca 80-100 Haare pro Tag ist unbedenklich und durchaus physiologisch! Geht die Zahl jedoch dauerhaft über die 100 Haare pro Tag hinaus spricht dies für ein Effluffium Capillorum, wobei im Herbst meist mehr und im Sommer weniger Haare verloren gehen.

Das Haar besteht aus einem sichtbaren Teil (Haarschaft) und der unter der Kopfhaut liegenden Haarwurzel. Unteres Ende der Haarwurzel ist die Haarzwiebel (Bulbus), mit der Haarpapille (Ernährung durch Blutgefäße und Nerven) und der zellbildenden Schicht der Haarmatrix.

Das Haarwachstum ist unterteilt in drei Phasen:

1)   Wachstumsphase (anagene Phase) 90% des Haares: 2-6 Jahre Wachstum möglich! Ungefähr 1cm Verlängerung pro Monat aus der Haarmatrix heraus in die Haarpapille (Versorgung). Durch schädigende Einflüsse wie Stoffwechsel oder Nährstoffmängel kann eine verminderte Teilungsgeschwindigkeit der Zellen mit verlangsamten Wachstum resultieren. Dieser Phase des Wachstums sollte die größte Aufmerksamkeit in der Behandlung gelten.

2)   Übergangsphase (katagene Phase) 3% des Haares: mehrwöchiges Wachstum. Die Versorgung des Haars mit Nährstoffen vermindert sich und es kommt zum Stillstand. Der Verhornungsprozess durch die Bildung von Keratin (schwefelhaltige Aminosäure) schreitet voran.

3)   Ruhephase (telogene Phase) 18% des Haares: 2-4 Monate Wachstum. Es kommt zur Verdickung des Bulbus. Dadurch bleibt das Haar stecken (Kolbenhaar) und fällt dann z.B. irgendwann beim Kämmen aus. Ein neuer Zyklus startet.

Fragt man nach der Ursache von Haarausfall, so gibt es hier meist keine einfache Lösung aus der Schublade. Ähnlich wie beim Thema Müdigkeit sind hier eine Vielzahl von Faktoren möglich und sollten auch berücksichtigt werden. Hier empfiehlt sich eine Stufendiagnostik, basierend auf einer ausführlichen Anamnese, um eine mögliche Ursache nach der anderen zu untersuchen und auszuschließen. Diese Ursachen können u.a. sein:

1) Mikronährstoffmängel: Ca, Mg, Zn, Cu, Jod, Fe, B-Vitamine (bes. Biotin & Pantothensäure), Vit E, Aminosäuren: Cystein (Hauptbestandteil des Keratins), Methionin, Tyrosin, Glutathion.

2) Übersäuerung

3) Hormonelle Störungen: Beim Mann: Alopecia Androgenetica (Mann),  testosteronbedingter Ausfall, normal im Alter. Die Haarfolikel reagieren auf die Hormone. Bei der Frau: Vom Mittelscheitel ausgehend in die Peripherie. Zwischen 50-70 Jahren als normal anzusehen. Auch in den Wechseljahren vermehrt möglich (weniger Gegenspieler zum Testosteron)

4) Schilddrüse: Über- und Unterfunktion kommen als Ursache in Betracht           

5) Sonderformen: z.B. Fibrosierende Alopezie durch Narbenbildung, Alopecia Areata mit kreisförmigem, münzgroßen Ausfall (meist zwischen 20-30 Jahren), Kollagenosen, sonstige Stoffwechselstörungen.

6) Toxische Belasting: Belastung durch Fäulnisprozesse aus dem Darm durch eine aktive Fäulnisflora (Bakterien) und der hierdurch gebildeten Stoffe (Intestinale Autointoxikation), Schwermetalle.

7) Medikamente: Zytostatika, Antikoagulatien, ß-Blocker, Lipidsenker, Retinoide, orale Kontrazeptiva (fast jedes Medikament kann Haarausfall bewirken!)

9) Psychogen/ Stress


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