Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Histamin / Histaminose / Histaminsensitivität 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Treten Symptome auf, welche auf einen gesteigerten Histaminspiegel zurückzuführen sind, wird meist die Diagnose einer "Histaminintoleranz" gestellt und von übermäßigem Verzehr histaminhaltiger Nahrungsmittel abgeraten. Diese Maßnahme alleine greift aber in den meisten Fällen zu kurz, müssen doch wesentlich mehr Faktoren bei diesem Thema bedacht werden.

Zuerst einmal reagiert jeder Mensch auf Histamin, da diese Substanz für den Menschen essentiell wichtig ist. Eine Entzündungsreaktion zur Bekämpfung von "feindlichen Erregern" kann z.B. erst durch das in den Immunzellen gebildete Histamin ablaufen. Auch wirkt Histamin in unserem Nervensystem als Neurotransmitter ("Transportstoff"). Jeder Mensch reagiert daher auf Histamin, d.h. es gibt keine allgemeine Toleranz bzw. Intoleranz; alleine der individuelle Spiegel und die individuelle Verträglichkeit sind entscheidend für die Ausbildung von Reaktionen und Symptomen.

Zu diesen möglichen Symptomen gehören: 

  • Schwindel 
  • Müdigkeit 
  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Schlafstörungen
  • Hauterscheinungen wie Ekzeme, Urticaria (Nesselsucht)
  • Blähungen
  • Bauchschmerzen
  • Verdauungsstörungen / Durchfälle
  • Übelkeit
  • Herzrasen / Herzrhythmusstörungen
  • niedriger Blutdruck
  • Sodbrennen
  • Gewichtszunahme (durch Wassereinlagerung / Ödeme)

Ziel einer ganzheitlichen Behandlung muss es sein, möglichst viele Einflussfaktoren, welche sich auf den gesamten Histaminspiegel auswirken, zeitgleich zu erfassen, d.h. erhöhende Faktoren zu reduzieren und die Histamin abbauenden Faktoren (in erster Linie die sog. DAO - Diaminooxidase) zu stärken.

Die Reduktion histaminhaltiger Nahrungsmittel auf dem Speiseplan sind also nur ein Baustein unter vielen anderen. Immunreaktionen auf Nahrungsmittel sind ebenso wichtige Einflussfaktoren, wird doch bei jeder allergischen Reaktion  (außer bei der vom Typ 4) Histamin gebildet, welches sich dann ebenfalls auf den Gesamtspiegel aufaddiert. Hinzu kommen noch eine mögliche Histaminanflutung aus dem Darm durch den vermehrten Stoffwechsel von Darmbakterien, einer latenten Entzündung der Darmschleimhaut oder durch bestimmte Arzneimittel und Nahrungsmittel, welche Histamin direkt aus den Zellen freisetzen (sog. Histaminliberatoren).

All diese Einflussfaktoren können und sollten bei entsprechender Fragestellung durch die hierfür aussagekräftigen Laborparameter untersucht werden, um dann aus diesen Ergebnissen eine passende Therapie für den Patienten abzuleiten.


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