Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Krebs - Rezidivprophylaxe 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Bei einer Krebserkrankung bzw. dessen Behandlung gibt es 5 wesentliche Säulen, welche an unterschiedlichen Stellen ansetzen und welche im Idealfall allesamt Berücksichtigung finden sollten:

Die erste Säule bezieht sich auf eine direkte Bekämpfung des Tumors und ist der schulmedizinischen Behandlung vorbehalten. Ist diese Behandlung abgeschlossen, werden die Patienten meist ohne weitere Maßnahmen und mit der Information entlassen, dass erst von einer Heilung gesprochen werden kann, wenn in den nächsten 7 Jahren kein Rezidiv auftritt. Hier stellen sich natürlich viele Patienten die Frage was in dieser Zeit des bangen Abwartens getan werden kann, um die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Erkrankung zu reduzieren.

Ein wesentlicher Baustein auf dem Weg dieses Ziel zu erreichen ist die zweite Säule, nämlich ein Test der NK-Zellen (natürliche Killerzellen) auf deren Funktion hin Tumorgewebe anzugreifen und zu zerstören. Jeder Mensch produziert tagtäglich „falsche“, entartete Zellen, da die Zellteilung oftmals nicht ohne Fehler gelingt. Die natürlichen Killerzellen, eine Fraktion der Leukozyten, sind dann zur Stelle um die inkorrekten Zellen zu markieren, anzugreifen und zu zerstören. Um herauszufinden, ob die NK-Zellen eines Menschen ordnungsgemäß arbeiten, werden diese im Labor in einer Blutprobe extrahiert und 23 Stunden einem Tumorgewebe ausgesetzt. Nach dieser Zeit sollten mindestens 10% der Krebszellen eliminiert worden sein.

Ist dies nicht der Fall können verschiedene Immunstimulanzien bzw. Immunmodulatoren auf ihre Wirksamkeit hin getestet werden, die NK Zellen zu stimulieren, so dass nach der Einnahme dieses getesteten Präparates eine Erhöhung der Aktivität der NK-Zellen zu erwarten ist. Findet sich ein solcher individuell getesteter Wirkstoff wird die Aktivität der NK-Zellen dann natürlich nach einer Zeit der Einnahme des Präparates erneut kontrolliert.

Die dritte Säule ist die Unterstützung des Immunsystems im allgemeinen d.h. eine gute Versorgung mit immunrelevanten Mikronährstoffen wie z.B. Selen, Zink, Eisen, Kupfer, Magnesium, B6, Kalium und B12 etc.

Die Vorteile eines ausreichend hoch eingestellten Vitamin D Spiegels sind ausführlich auf der ensprechenden Seite meiner Webseite dargestellt (s. Vitamin D). Um einer proentzündlichen Stoffwechsellage entgegenzuwirken, sollte auch ein Fettsäureprofil mit Bestimmung der Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren (s. Fettsäuren / Omega-3) erfolgen. 

Ich rate meinen Patienten auch dazu die Entgiftungsleistung und die Fähigkeit freie Radikale zu neutralisieren (antioxidative Kapazität) zu untersuchen. Auf eine ausreichende Kapazität Säuren abzufangen, man sagt „abzupuffern“ kann ebenfalls untersucht werden und bei Bedarf mit einer Basentherapie gearbeitet werden.

Zu den wirkungsvollsten Stimulanzien des Immunsystems und beim Abfangen freier Radikale haben sich Vitamin C Hochdosis Infusionen bewährt. Hier kann eine stetige in sinnvollen Abständen durchgeführte Infusionstherapie erfolgen um das Immunsystem dauerhaft zu unterstützen.

Die vierte Säule ist die der Ernährung, welche oftmals unterschätzt wird, jedoch von immenser Bedeutung ist.

Zu guter letzt spielt natürlich auch hier wieder die psychische Situation eine wichtige Rolle, welche damit die fünfte Säule darstellt.


Fachinfo: Vitamin D zeigt eindeutige antiproliferative Eigenschaften in Bezug auf das Wachstum von einigen Tumorgeweben. Besonders gut belegt ist dies beim Colorektalen- und Mammakarzinom. Es induziert die Apoptose, reduziert die Tumor induzierte Angiogenese, sowie die Tumorzell-Invasivität und die Metastasierung (s. Gröber U. Vitamin D - an old vitamin in a new perspective. Med Monastschr Pharm, 2010).

Bei der NK-Zell Aktivitätsanalyse wird die sog. Tumor-Killing-Rate untersucht d.h. die Fähigkeit der NK-Zellen die Tumorzellen zu detektieren und im Anschluss zu eliminieren. Hierfür werden die NK-Zellen aus der Blutprobe extrahiert und genau quantifiziertem, aktivem Tumorgewebe ausgesetzt. Nach der Auszählung der lysierten Tumorzellen in einem bestimmten Zeitraum kann auf die Aktivität der NK-Zellen geschlossen werden. 

Es empfiehlt sich Immunmodulatoren wie z.B. die Mistellektine in einem NK-Stimulationstest auf ihre Wirksamkeit hin zu testen, zeigt sich doch auch bei einigen Patienten eine gegengesetzte, immunsupprimierende Wirkung.

Zum Thema Diagnose des Entgiftungssystems bzw. des Glutathions und des Vitamin C, siehe Fachinfo Vitamin C.



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