Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Magnesium / Magnesiummangel 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Das Mineral Magnesium erfüllt sehr vielfältige und wichtige Aufgaben im menschlichen Organismus. Daher kann sich eine Mangel an Magnesium auch in vielfältigen Symptomen ausdrücken. Im Bereich der Herz-Kreislaufsystems können bei einer Unterversorgung Symptome wie hoher Blutdruck, Herzrhythmusstörungen oder auch Herzrasen auftreten. Das Nervensystem und die Muskulatur sind ebenfalls auf einen ausreichen Magnesiumspiegel angewiesen und können bei Mangel mit Abgeschlagenheit, Erschöpfung, Kopfschmerzen (Migräne), Konzentrationsschwächen, Schwindel, Muskelzuckungen und Krämpfen reagieren.

Beim Krankheitsbild des Diabetes mellitus ist eine gute Versorgung besonders wichtig, wirkt sich Magnesium doch positiv auf die Zuckerverwertung aus und einer Insulinresistenz entgegen. Bei einem Mangel kann eine Teufelskreis in Gang kommen, da durch erhöhte Glucosespiegel die Folgeschäden zunehmen und verstärkt Magnesium über den Urin ausgeschieden wird. Dieser Verlust wirkt sich dann in Folge wieder negativ auf den Zuckerstoffwechsel aus usw. 

Insbesondere soll an dieser Stelle noch einmal die Wichtigkeit einer Überprüfung des Magnesiumspiegels bei Bluthochdruck hingewiesen werden, zeigt sich doch eine signifikante Abnahme des Blutdrucks bei entsprechend hohen Spiegeln. Da bei der Behandlung von Bluthochdruck oftmals auch Diuretika zum Einsatz kommen, steigt der Verlust an Magnesium über eine vermehrte Ausscheidung über die Nieren und es kommt zum oben genannten Circulus Vitiosus.

Es ist schwierig die empfohlene Menge von 400mg Magnesium pro Tag alleine über die Nahrung aufzunehmen, sind doch die Lebensmittel immer ärmer an Nährstoffen durch Züchtung, Düngung, lange Transportwege und ausgelaugte Böden. Hinzu kommt eine vermehrter Bedarf an Magnesium bei Stress, Sport, Wachstum, Alter, Depression, sowie bei Alkoholkonsum und diverser Stoffwechselstörungen.

Ob eine ausreichende Versorgung mit Magnesium vorliegt kann leicht über eine Blutuntersuchung im Labor herausgefunden werden (wichtig ist hier unbedingt die Bestimmung im Vollblut). 



Fachinfo: Da sich Magnesium zu 70% intrazellulär befindet, muss eine Bestimmung des Spiegels unbedingt im Vollblut erfolgen. Die Standarduntersuchung im Serum ist hier unzureichend. Die Messung sollte zusätzlich auch hämatokrit-korreliert dargestellt werden, um so einen Rückschluss auf die Verteilung des Magnesiums auf die Blutzellen ziehen zu können. Die gleiche Menge Magnesiums im Blut kann bei Polyglobulie völlig unzureichend sein, bei Anämie aber bereits über dem Bedarf liegen. 

Erhöhte Magnesiumverluste finden sich in Folge der Einnahme von Diuretika, Chemotherapeutika und Kortikoiden. Eine Malabsorption im Intestinaltrakt z.B. bei Mukositis, oder eine Verwertungsstörung in Folge des Gebrauchs von Protonenpumpenhemmern sollte ebenfalls in Betracht gezogen werden. 


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