Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Psoriasis Vulgaris / Schuppenflechte 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Die Psoriasis ist eine in Schüben verlaufende Verhornungsstörung mit chronisch-rezidivierendem Verlauf. Befallen sind vor allem die Streckseiten der Extremitäten, die Kopfhaut und der Oberkörper (am Stamm). Es zeigen sich rötliche Plaques mit silberweißer Schuppung und Pusteln auf entzündlich gerötetem Grund. Eine mögliche Komplikation stellt die Arthritis psoriatica dar, welche die Finger- und Handgelenke befallen kann.

Psoriasis ist eine recht häufige Erkrankung, da ca. 3-5% der Bevölkerung in verschiedenen Ausprägungen davon betroffen sind. Die Hautveränderungen stellen für die Patienten eine große psychische Belastung dar. Die typischen Nagelveränderungen (Tüpfelnägel, Ölflecken und Krümelnägel) treten bei 30-50% auf und sind ein wichtiges Zeichen bei der Diagnosestellung.

Der Verlauf und die befallene Hautfläche der Psoriasis ist sehr unterschiedlich und von Patient zu Patient individuell. So tritt die Psoriasis z.B. mit und ohne Juckreiz auf. Im Allgemeinen sind Schübe nutritiv, d.h. über die Nahrung und auch psychogen, z.B. durch Stress provozierbar. Dazu kommen Auslöser wie Streptokokkeninfekte der Atemwege, Medikamente wie z.B. ß-Blocker und Alkohol.

Die Ursachen der Erkrankung konnten noch nicht abschließend geklärt werden, erbliche Faktoren mit genetischer Prädisposition spielen aber sicher eine Rolle. 

Ich empfehle meinen Patienten eine Untersuchung des Säure-Basen-Haushalts und der Ernährungsgewohnheiten, sowie des Darms bzw. der Darmflora. Mangelzustände an Mikronährstoffen wie z.B. den Vitaminen D & A spielen ebenso eine Rolle wie eine mögliche Belastung der Leber. Auf eine ausreichende Versorgung mit entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren sollte zusätzlich geachtet werden (nach Bestimmung eines Fettsäureprofils).

Die Psyche kann bei manchen Patienten gerade bei der Psoriasis einen erheblichen Einfluss auf den Krankheitsverlauf haben. Angestrebt werden sollte ein gesundes Verhältnis von Anspannung und Entspannung. Weitere, tiefer gehende Ursachen können mit den Themen Abgrenzung und unterdrückter Wut / Aggression zu tun haben (s. Psychosomatik). 

Fachinfo: Die Ursache der Psoriasis konnte bislang nicht geklärt werden. Es gibt wichtige Hinweise auf ein T-Zell vermitteltes immunologisches Geschehen, können die Herde doch mit immunsupressiven Verfahren zurückgedrängt werden. Über von speziellen T-Lymphozyten sezernierte Zytokine können Keratinozyten der Haut zur Proliferation angeregt werden. Diese Hyperkeratose ist verantwortlich für das klinische Bild der Schuppung. Je nach Ausprägung und Verteilung der Herde unterscheidet man die Formen P.punctata, P.guttata, P.geographica und P.erythrodermatica. Die Typ 1-Psoriasis beginnt früh (bis zum 40. Lebensjahr) und geht mit einem schweren Krankheitsverlauf einher. Typ 2 beginnt spät mit mildem Verlauf, jedoch auch mit einem höheren Risiko des Gelenkbefalls (Psoriasis arthropathica).


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