Naturheilpraxis

Eric Schnecko

Psychosomatik / Psychisch-seelische Ursachen von Krankheit 

© by Naturheilpraxis Eric Schnecko, Paul-Laufenberg Str. 9, 55276 Oppenheim

Dass psychisch-seelische Faktoren bei Krankheitsgeschehen eine Rolle spielen, ist den meisten Menschen bewusst, hat so doch schon sicher jeder die Auswirkungen von Stress, Druck oder Anspannung an seinen Körperreaktionen wie z.B. Schwitzen, Kopfschmerzen, Zittern usw. beobachtet.

Solche Reaktionen sind ersichtlich, nachvollziehbar und nach der belastenden Situation stellt sich auch wieder eine Beruhigung seitens des Körpers ein. Oftmals liegt die Ursache aber "tiefer", d.h. im Bereich des Unbewussten und die Beschwerden/Symptome können diesen Themen oder Konflikten nicht aus eigener Kraft und Bemühen zugeordnet werden. In Folge dessen können diese Reaktionen des Körpers dann auch nicht verstanden, bearbeitet und gelöst werden.

Werden belastende Erfahrungen, Konflikte oder Traumatisches aus der eigenen Vergangenheit oder Kindheit verdrängt, hat dies meist die wichtige Funktion des Schutzes um so weiterhin den Anforderungen des Leben gewachsen zu sein. Wären diese Themen ständig präsent, könnte der Mensch nur noch schwer oder auch gar nicht mehr in der Gesellschaft und im privaten Umfeld bestehen. 

Da aber nichts einfach verschwinden kann, sucht sich das Thema den Weg über die zugrundeliegende Ebene des Körpers. Das psychische Thema wird uns dann symbolhaft dargestellt, man könnte auch sagen auf der Körperbühne aufgeführt. So können unbewusste Themen also eine direkte Auswirkung auf den Krankheitsverlauf haben, aber auch durchaus dessen Ursache sein.

Hieraus folgt aber auch, dass über die Deutung und Erforschung der Symptome auf der Körperebene ein Zugang zu den zugrundeliegenden psychisch-seeelischen Themen möglich wird. So können über eine Klärung der Zusammenhänge auch Chancen zu positiven Veränderung entstehen und das Krankheitsgeschehen zum Motor der eigenen Entwicklung werden. 

Wichtig sind die Lebensumstände zu der Zeit bei der die Krankheit bzw. Symptome aufgetaucht sind. Durch das Erinnern und Aufrufen der alten Bilder und der damit verknüpften Emotionen lassen sich meist wichtige Erkenntnisse zur Krankheitsursache gewinnen. Alleine schon durch dieses Erinnern und in Worte fassen einer damaligen belastenden Situation oder eines Konfliktes kann sich eine Erleichterung einstellen, wird doch das Thema beachtet, ins Bewusstsein geholt und somit die unbewussten Dynamiken entlastet. 

Ebenfalls wichtig ist die durch die Krankheit veränderten Lebensumstände anzuschauen, da Veränderungen auch unbewusst gewünscht sein können, es aber nicht möglich ist dies ohne die Krankheit in die Tat umzusetzen. Man spricht in der Psychologie vom sog. "Krankheitsgewinn". Ein Beispiel hierfür wären z.B. Gelenkbeschwerden im Arm zu entwickeln und so nur noch eine reduzierte Zeit die Arbeit am Computer in der Firma ausüben zu können. Durch die Hilfe dieses Symptoms kann man sehr gut dem Konflikt mit dem Chef ausweichen, will man ihm doch eigentlich einmal deutlich sagen, dass die Anforderungen zu hoch sind und man die Arbeitszeit reduzieren möchte. Dies wäre dann ganz konkret ein sog. "primärer Krankheitsgewinn", dem noch ein zweiter, sog. "sekundärer Krankheitsgewinn" in Form von vermehrter Zuwendung und Mitgefühl der Kollegen oder des Partners folgen kann.


Es gibt viele psychosomatische Ursachen die geradezu klassisch sind, wie z.B. Abgrenzungsthemen bzw. Nähe-Distanz-Konflikte beim Thema Hautkrankheiten oder unterdrückte Wut/Aggression bei entzündlichen Erkrankungen. Wichtig ist aber immer sehr individuell zu schauen, was bei dem Menschen ist und hier kein Thema bzw. einen Zusammenhang aufzudrängen oder als Therapeut bewusst zu einer passenden Deutung hinzuleiten.


Bei vermuteten psychosomatischen Hintergründen besteht In meiner Praxis die Möglichkeit auf Wunsch einen einfachen, ersten Hinweis auf ein zugrundelegendes Thema zu erhalten und dem Patienten damit die Möglichkeit zu geben darüber nachzudenken, ob dieses Thema evtl. etwas mit seiner Krankheit bzw. mit seiner Lebensgeschichte zu tun haben könnte. 

Von meiner Seite aus wird jedoch nicht über bestehende Widerstände hinweg gearbeitet. Sind diese vorhanden, so sind sie auch im Rahmen der oben erwähnten Schutzfunktion wichtig und sinnvoll. Diese Grenze sollte vom Therapeuten respektiert und geschätzt werden. Oftmals kann man dann aber auch schon sehr gewinnbringend mit diesem Widerstand arbeiten, ihn sich genauer anschauen und so wichtige Erkenntnisse über die Zusammenhänge erhalten.

Ist eine Unterstützung auf diesem Gebiet der Ursachenforschung von Seiten des Patienten gewünscht, steht hierfür die Gesprächstherapie als mögliche Erweiterung der reinen körperlichen Behandlung in meiner Praxis offen.


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